Bildungsgänge

Nachträglicher Erwerb der Fochoberschulreife (FOR)
(Sekundarstufe I)

Voraussetzung:
ab 18 Jahre und berufstätig
oder
6 Monate gearbeitet hat
Berufsbildungsreife (BBR)
oder
Vollzeitschulpflicht erfüllt

Nachträglicher Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (AHR)
(Sekundarstufe II)

Voraussetzung:
ab 19 Jahre
Fachoberschulreife (FOR)
abgeschlossene Burufsausblidung
oder
mindestens 2 Jahre Berufstätigkeit

Die Alternative

Zweiter Bildungsweg

Die zuvor beschriebenen Schulformen und Möglichkeiten des Erwerbs eines Abschlusses ist der erste Bildungsweg, welches ein Jugendlicher durchläuft. Insofern aus unterschiedlichsten Gründen kein Abschluss erworben wurden ist, gibt es die Möglichkeit dies auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen. Daher bekam die Schule auch den Namen »Schule des zweiten Bildungswegs -SZBW«.

An der Schule besteht die Möglichkeit alle Abschlüsse nachzuholen:

9. Klasse – BBR

10. Klasse – FOR

12. Klasse – FHR

13. Klasse – AHR

Zum Erwerb der einzelnen Abschlüsse sind verschiedene Vorraussetzungen notwendig. Zusätzlich bietet die SZBW einen Vorkurs für die 9. Klasse an, für Menschen, welche Kenntnisse in der deutschen Sprache noch nicht ausreichend erworben haben. Das Mindestalter für den Erwerb des niedrigsten Abschlusses, ist das vollendeten 17. Lebensjahr, oder die Vollzeitschulpflicht muss erfüllt sein.

Zeitlicher Aufwand

Die Bildungsgänge am SZBW können in Voll- und Teilzeit absolviert werden. Zudem werden auch Abendkurse angeboten. Eine Bewerbungsfrist gibt es nicht, doch muss eine Bewerbung an der Schule erfolgen. Ferienzeiten sind für Brandenburg geltend.

Nachträglicher Erwerb der Fachoberschulreife
(FOR)

Sekundarstufe I

Klasse 9
17 Wochenstunden
Tages- und Abendkurse

Klasse 10
20 Wochenstunden
Tages- und Abendkurse

Vorkurs
(Sekundarstufe I)
12 Wochenstunden
Tageskurs

Nachträglicher Erwerb der allgemeinen Hochschulreife
(AHR)

Sekundarstufe II

Klasse 11 bis 13
Tageskurs / Vollzeit

Klasse 11 bis 13
Abendkurs / Teilzeit

Klasse 11 bis 13
Abitur online / Teilzeit

Vorkurs
(Sekundarstufe II)
20 Wochenstunden
Tageskurs

Schulischer Teil der Fachhochschulreife
(FHR)
ohne Prüfung
Sekundarstufe II

Klasse 11 – 12
Tageskurs / Vollzeit

Klasse 11 – 12
Abendkurs / Teilzeit

Klasse 11 – 12
Abitur online / Teilzeit

Das duale Ausbildungssystem

Das Duale System der beruflichen Bildung ist eine wesentliche Säule für die Deckung des Fachkräftebedarfs in Deutschland. Mehr als die Hälfte eines Altersjahrgangs wählt diesen Weg als Einstieg in eine qualifizierte Berufs- bzw. Erwerbstätigkeit. Das System wird als dual bezeichnet, weil die Ausbildung an zwei Lernorten stattfindet: im Betrieb und in der Berufsschule. Die Berufsausbildung hat zum Ziel, die notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen für die Ausübung einer qualifizierten Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu vermitteln. Ferner soll sie die erforderliche Berufserfahrung ermöglichen. Der erfolgreiche Abschluss befähigt zur unmittelbaren Berufsausübung als qualifizierte Fachkraft.

Betriebliche Ausbildung

Voraussetzung: Verschiedene Abschlüsse

Dauer: 2 bis 3,5 Jahre
Unterricht: Berufsschule (OSZ)
Abschluss: Berufsausbildung/Abschluss im jeweiligen Ausbildungsberuf
Beispiele: Fachkraft Gastgewerbe: 2 Jahre/ 9. Klasse (BBR)
Bäcker: 3 Jahre / 10. Klasse (BBR)
Kaufmann Büromanagement: 3 Jahre / 10. Klasse (FOR)
Ausbildungsbetrieb und Berufsschule

Schulische Ausbildung

Voraussetzung: Verschiedene Abschlüsse

Dauer: 2 bis 3,5 Jahre
Unterricht: Fachschule
Abschluss: Berufsausbildung/Abschluss im jeweiligen Ausbildungsberuf
Beispiele: Erzieher*in: 3 Jahre/10. Klasse (FOR)
Physiotherapeut: 3 Jahre / 10. Klasse (FOR)
Gesundheits- und Krankenpfleger: 3 Jahre / 10. Klasse (FOR)
Fachschule und Praktikaphasen

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Dauer einer Berufsausbildung im Dualen System variiert je nach gewähltem Beruf zwischen zwei und drei Jahren. In einigen Fällen kann sie auch dreieinhalb Jahre betragen. Für den Zugang zur Ausbildung im dualen System bestehen formal keine Zugangsvoraussetzungen; die Ausbildung im dualen System steht grundsätzlich allen offen. Die Mehrzahl der Auszubildenden verfügt bei Ausbildungseintritt jedoch über den Mittleren Schulabschluss oder sogar über eine Hochschulzugangsberechtigung.

 

Die meisten Auszubildenden an Berufsfachschulen haben einen Mittleren Schulabschluss. Je nach Berufsfachschule hat man auch die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung die Fachhochschulreife nachzuholen. In dem Fall gehst du nicht nur mit einer Berufsausbildung, sondern auch mit einem höheren Schulabschluss von der Berufsfachschule. Teilweise werden zur Aufnahme auch Eignungstest durchgeführt. Die Bewerbung richtet sich an die jeweilige Fachschule.

 

Im Gesundheitsbereich werden außerdem häufig Gesundheitszeugnisse erwartet. Manchmal ist außerdem ein Min-destalter Voraussetzung, welches meist zwischen 16 und 18 Jahren liegt. Achtung: Es gibt feste Anmeldezeiten für schulische Ausbildungen, die an den Berufsfachschulen ganz unterschiedlich sein können. Die Ausbildungsdauer variiert zwischen einem und dreieinhalb Jahren. Die Dauer wird auch durch den vorhandenen Schulabschluss beeinflusst: Je höher dieser ist, desto kürzer ist die Zeit an der Berufsfachschule.

Struktur der Ausbildung

Der Ausbildungsbetrieb schließt mit dem oder der Auszubildenden einen Berufsausbildungsvertrag ab. Die Jugendlichen werden wöchentlich an drei bis vier Tagen im Betrieb und an bis zu zwei Tagen in der Berufsschule ausgebildet. Die Betriebe übernehmen die Kosten der betrieblichen Ausbildung und zahlen dem Auszubildenden eine Ausbildungsvergütung. Die Höhe der Vergütung steigt mit jedem Ausbildungsjahr und beträgt durchschnittlich etwa ein Drittel des Anfangsgehalts für eine ausgebildete Fachkraft. Während der Ausbildung sind die Auszubildenden in der Regel zum Besuch der Berufsschule verpflichtet und werden dazu vom Betrieb freigestellt. Der Besuch der Berufsschule ist für die Auszubildenden in der Regel kostenfrei.

 

Teilweise besteht die Möglichkeit bei geringer Ausbildungsvergütung zusätzliche Förderungen wie beispielsweise BAB (Berufsausbildungsreife) zu beantragen.

 

Für die betriebliche Ausbildung sind die zu erwerbenden beruflichen Handlungskompetenzen in einer Ausbildungsordnung vorgegeben, die vom Ausbildungsbetrieb in einem individuellen Ausbildungsplan konkretisiert wird. Für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule werden für alle anerkannten Ausbildungsberufe Rahmenlehrpläne erstellt, die inhaltlich und zeitlich mit den jeweiligen Ausbildungsordnungen abgestimmt sind. Die schulische Ausbildung findet im Gegensatz zur dualen Ausbildung ausschließlich an der Berufsfachschule statt und wird deshalb auch vollschulische Ausbildung genannt. Die Berufsfachschulen stehen meist unter der Aufsicht der einzelnen Bundesländer; so gibt es hier keine einheitlichen Regelungen und die Schulen sind untereinander schwer vergleichbar. Die Dauer sowie der Rahmenlehrplan sind dennoch definiert.

Der Abschluss

In der Regel bekommt man einen staatlich anerkannten und damit vollwertigen Berufsabschluss. Hierbei ist es wichtig, dass man darauf achtet, dass dieser in ganz Deutschland und nicht nur in dem entsprechenden Bundesland anerkannt ist. Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen, einer praktischen und einer mündlichen Prüfung. Neben den staatlichen Berufsschulen, gibt es auch private Einrichtungen. Diese sind mit monatlichen Kosten verbunden. An einer staatlichen Berufsfachschule zahlt man in der Regel keine Schulgebühren, erhältst aber dennoch meist keine Vergütung – eine Ausnahme bildet hier zum Beispiel die Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in, die vergütet wird.

 

In der Regel gibt es keine Ausbildungsvergütung, jedoch gibt es Möglichkeiten die schulische Ausbildung zu finanzieren. Beispielsweise kann man BAföG beantragen. Um deinen Förderungsanspruch geltend machen zu können, musst man gewisse Anforderungen erfüllen. Je nach der individuellen Situation, fällt auch die Höhe der finanziellen Unterstützung aus. Ein Faktor ist hier zum Beispiel das Einkommen der Eltern.